Monika Knapp - Heilpraktikerin für Psychotherapie0
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Angst / Panik

Angst und Panik

Sie sind nicht allein!

Mehr als 12 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer diagnostizierten Angsterkrankung, über zwei Millionen davon werden von immer wiederkehrenden Panikattaken geplagt.

Angst und Panik - Was ist das?

Zuerst einmal ist Angst eine ganz natürliche und richtige Reaktion auf eine Bedrohung und gehört zu einem normalen menschlichen Erleben. Denn die Angst ist da, um uns zu beschützen.Die Symptome zeigen sich unterwartet, schnell und sehr intensiv.

Panik tritt normalerweise nur dann auf, wenn Lebensgefahr besteht. Sie sichert unser Überleben und hilft dabei, möglichen Schaden durch eine schnelle Reaktion abzuwenden.

Unterschied zwischen Angst und Panik

Angst ist ein Zustand, wo wir das Gefühl haben, dass etwas Gefährliches passieren wird, verbunden mit einer Erwartungshaltung einer kommenden Gefahr. Dabei fokussiert sich unsere Aufmerksamkeit auf die vermeintliche Gefahr. Wir betrachten die Umwelt auf Anzeichen möglicher Gefahr. Damit wir geistig und körperliche leistungsfähiger werden, wird unser Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Wird die Angst dann aber zu groß, verliert sie ihre leistungssteigernde Wirkung wieder. Wird das Angstsystem nun unnötig häufig aktiviert, brauchen wir sehr viel Kraft und Energie, um nach möglichen Gefahren Ausschau zu halten. Dabei fällt es uns schwer, uns auf andere Dinge zu konzentrieren und es fällt uns schwer, den Alltag zu bewältigen.

Die Panik dient im Gegensatz nicht dazu, nach möglichen Gefahren Ausschau zu halten. Sie dient dazu, die Gefahr, die bereits vorhanden ist, zu bewältigen. Eine vorherige Alarmbereitschaft findet hierbei nicht statt. Der Körper wird sofort in den Zustand der Handlungsbereitschaft versetzt, um die Gefahrensituation schnellmöglich zu bewältigen oder zu verlassen.

 

Symptome 

Angststörung

Die Angst anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt, oder auch nur besonders betont in solchen Situationen, sie ist vielmehr "frei flottierend". Die wesentlichen Symptome sind variabel, Beschwerden wie ...

  • ständige Nervosität
  • Zittern
  • Muskelspannung
  • Schwitzen
  • Benommenheit
  • Herzklopfen
  • Schwindelgefühle
  • Druck im Kopf oder
  • Oberbauchbeschwerden

... gehören zu diesem Bild. Häufig hat man Befürchtungen, dass man selbst oder ein Angehöriger demnächst erkranken oder einen Unfall haben könnten. 

  Panikstörung

Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen:

  •  plötzlich auftretendes Herzklopfen
  • Brustschmerz
  • Erstickungsgefühle
  • Schwindel
  • Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation)
  • Furcht zu sterben, Angst vor Kontrollverlust
  • Angst, wahnsinnig zu werden.

(Quelle: ICD10 - F41.0 / F41.1)

Zusätzlich zu den in der ICD10 aufgeführten Symptomen berichten Klienten von seelischen, psychosomatischen und psychosozialen Symptomen und ihren Folgen:

  • Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins
  • innerliche zerrissen, ruhelos, rastlos, fahrig, nervös, angespannt
  • reizbar, niedergeschlagen, aggressiv
  • freudlos, verzweifelt, schreckhaft
  • schneller erschöpft, müde, kraftlos
  • zunehmende Unfähigkeit sich zu erholen
  • später Vermeidungsverhalten und Rückzug

Bei körperlichen Symptomen ist es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen, um körperliche Ursachen auszuschließen!



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